GLCD Testplatine

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Abb. 1 - Das Testboard mit montiertem Display

LCDisplays sind meine Lieblingsspielzeuge am Mikrocontroller. Nach vielen Stunden mit den einfachen Text-Displays auf Basis des Hitachi HD44780 Controllers, wurde es zeit für eine neue Herausforderung.

Bei Ebay gab es ein günstiges Grafik-LCD mit 128 x 64 Pixel und Hintergrundbeleuchtung. In der Vergangenheit war es so das jedesmal die komplette Verdrahtung zwischen STK500 und dem Display hergestellt werden musste. Dabei schlichen sich hin und wieder auch Fehler ein, die einen dann schier, an einem vermeintlichen Software Problem, verzweifeln liessen.

Das sollte diesmal nicht passieren. Aus diesem Grund wurde gleich eine komplette Testplatine erstellt.

 

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Abb. 2 - Die Platine nach dem Ätzen

Was ist da jetzt alles drauf? Ein MAX232 zur Kommunikation mit einem PC, der ISP Anschluss in Form einer RJ45 Buchse, ein LM2575 StepDown Schaltregler und 2 Buchsenleisten auf denen die ungenutzen PortPins rausgeführt sind. Bei der Wahl des µControllers waren folgende Punkte wichtig: 1. Viele Portpins - das Display belegt 14 Pins am Controller (8x Daten, 6x Controll)
2. Eine Grafik, die das gesamte Display füllt, sollte im internen EEPROM des AVR Platz finden. Dafür sind 1024 Byte EEPROM notwendig.
Aus diesen Gründen fiel die Wahl auf den ATmega323. Da es sich bei diesem Controller um ein "Mature Device"handelt, sollte man ihn nicht mehr verwenden. Weil er hier aber noch in der Bastelkiste lag war das egal und der Nachfolger (ATmega32) ist 100% pinkompatibel.

 

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Abb. 3 - Platine bestückt

Der Schaltregler kam diesmal wegen der sehr hohen Stromaufnahme (~500mA) der Hintergrundbeleuchtung des Displays zum Einsatz. Bei einer Eingangspannung von 9Volt, hätte der Kühlkörper eines normaler Linearreglers keinen Platz gehabt. Der LM2575 erzeugt hier, mit seiner Effektivität von ca. 80%, wesentlich weniger Wärme. Alternativ hätte man die Spannung für die Beleuchtung auch vor dem Spannungsregler abgreifen können aber das hätte das Problem nur verlagert, weil die überschüssige Spannung dann über den Vorwiderstand hätte abfallen müssen und das Ganze dann dort wieder Heiss geworden wäre.

Das Controllerboard wird mit dem Display als "Sandwich" fest zusammengeschraubt.

 

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Abb. 4 - In Aktion

So sieht es dann aus wenn man die Ansteuerung im Griff hat. Sobald ich den jetzigen Code etwas entrümpelt habe, werde ich ihn hier veröffentlichen. Einige konkrete Applikationen werden auch noch folgen.

Kommentare:

marek am 22.03.2005 - 22:19
Hi,
wieviel code benötigst die Ansteuerung und wieviel Laufzeit bleibt dir dann noch übrig???
Würd mich wirklich brennend interressieren und natürlich der Code.
Ansonsten, echt schön...
Gruß
Marek

Carsten am 14.06.2004 - 20:15
Oh
naguuut scheint zu stimmen ;)
Werde das wohl mal ändern.
tnx

j am 14.06.2004 - 19:01
Atmega32 und 323 haben natuerlich 1024 Bytes EEPROM, nicht 1024 Kilobytes :)
Gruesse,
j.

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